Geschichte des BodhidharmaZendo

Alles begann mit einer kleinen Zen-Gruppe unter der Leitung von Franz Ritter, die seit 1976 im Buddhistischen Zentrum am Dannebergplatz im 3. Bezirk praktizierte. Da bald nach Genro, Oshos Ankunft die Mitgliederzahl stark anstieg, übersiedelte das neugegründete BodhidharmaZendo und mit ihm das Buddhistische Zentrum Anfang 1980 in das Haus am Fleisch­markt 16 im 1. Bezirk.

Von Beginn wurde regelmäßig an drei Abenden in der Woche Zazen unter der Leitung von Genro, Osho angeboten. Später kamen zweimal pro Woche frühmorgendliche Sitzperioden hinzu und seit Sommer 2012 kann man auch Samstag morgens der Zen-Praxis nachgehen.

Seit Anfang der 1980er Jahre veranstaltet das BodhidharmaZendo regelmäßig Sesshins im Buddhistischen Zentrum Scheibbs (in den 1990er Jahren bis zu fünf Mal im Jahr). Zusätzlich werden Zazenkais (Meditations-Wochenenden) in Scheibbs und Zazentage im Bodhidharma Zendo abgehalten.

Ab 1980 kam auch Genros Lehrer – Joshu Sasaki, Roshi – regelmäßig nach Österreich um Dharma-Vorträge zu halten und Sesshins zu leiten. Ebenfalls seit 1980 sind viele unserer Mitglieder immer wieder ins Mt. Baldy Zen Center (USA) gereist, um mit Joshu Sasaki, Roshi Zen zu praktizieren. Einige von ihnen blieben mehrere Jahre in Mt. Baldy und manche wurden von Roshi zu Zen-Mönchen und -Nonnen ordiniert. Bis 1999 war Sasaki, Roshi fast jedes Jahr in Österreich, um mit uns die Koan-Praxis zu üben.

1989 wurde Genro, Osho zum »Acting Roshi« (Zen-Meister) ernannt. Er war damit ermächtigt, Sanzen (Unterweisungen eines Zen-Lehrers unter vier Augen) zu geben und so seinen SchülerInnen die Arbeit mit Koans zu ermöglichen. Diese Art der Praxis ist ein wesentliches Merkmal der Rinzai-Schule und zahlreiche Mitglieder konnten sie mit ihm bis zu seinem Tod ausüben. Genro, Osho verstarb im November 2010.

32 Jahre nach der Gründung, im März 2012, übernahm Kigen Ekeson, Osho die spirituelle Leitung des BodhidharmaZendos.

Der Verein zur Förderung des Zen-Buddhismus

Der Verein wurde 1979 von Genro Seiun, Osho gegründet und bildet den äußeren, rechtlichen Rahmen des Bodhidharma Zendo. 

Der Vorstand besteht derzeit aus Obmann, Obmann-Stellvertreter, Kassier und Schriftführerin und nimmt alle administrativen Aufgaben des Vereins wahr. Dazu gehört vor allem die Buchhaltung, die Führung der Mitgliederlisten und die Besorgung des Sachaufwandes.

Eine Vereinsmitgliedschaft ist Voraussetzung für eine regelmäßige Zenpraxis im Bodhidharma Zendo. Ungefähr 120 Mitglieder, einige davon seit Vereinsgründung, tragen dazu bei, dass sich der seit Jahrzehnten bestehende aktive Sangha lebendig weiterentwickelt.

Der Rinzai-ji Orden Österreich

Der Orden wurde 1983 von Genro Seiun, Osho gegründet. Dies geschah im Zuge der Anerkennung der Österreichischen Buddhistischen Religions­gesellschaft (ÖBR). Er folgt der Tradition des Rinzai-Zen und der Lehre von Kyozan Joshu Sasaki, Roshi. Die Funktion des Abtes, die früher von Genro Seiun, Osho ausgeübt wurde, ist derzeit nicht besetzt. Seit März 2012 ist Kigen Ekeson, Osho spiritueller Leiter des Bodhidharma Zendo und damit des Rinzai-ji Ordens Österreich. 

Die Ordensmitglieder bemühen sich, aufgrund des von ihnen abgelegten Bodhisattva-Gelübdes nach besten Kräften zu praktizieren und nach ihren Möglichkeiten den Sangha zu unterstützen. Der Orden besteht derzeit aus ca. 25 Mitgliedern. Er entsendet regelmäßig ein Mitglied in den Sangharat der ÖBR.

Als langjährige Mitglieder des Vereins und damit des Bodhidharma Zendo entscheiden die Ordensmitglieder über alle Angelegenheiten der spirituellen Praxis. Dazu gehört insbesondere auch die Einladung eines geeigneten, spirituellen Leiters für das Zendo, aber z.B. auch die Ausgestaltung der Meditationsräume, die Form der Praxis und alle damit zusammenhängenden Fragen. 

Die Aufnahme als Ordensmitglied erfolgt auf eigenes Ansuchen oder über Einladung durch den Orden. Voraussetzung ist die Mitgliedschaft in der ÖBR und mehrjährige Zen-Praxis.

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